Angina pectoris

Angina pectoris ist das Leitsymptom der koronaren Herzkrankheit.

Überblick

Angina pectoris ist das Leitsymptom der koronaren Herzkrankheit. Sie beruht auf einer Verengung der Herzkranzarterien (Koronararterien) durch Verkalkung der Gefässwand mit Einlagerung von Fett (Arteriosklerose). Dies führt zu einer Unterversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff und löst Schmerzen und Druckgefühl hinter dem Brustbein aus. Ein gesunder Lebensstil wirkt vorbeugend.

Symptome

  • Anfallsartige Schmerzen und Druckgefühl hinter dem Brustbein ("Angina pectoris" = "Brustenge")
  • Ausstrahlung in linken Arm, Unterkiefer, Oberbauch oder Rücken möglich
  • Unruhe, Angst, Übelkeit
Stabile Angina pectoris
  • Beschwerden jeweils unter denselben Umständen (reproduzierbar)
  • Rasche Besserung der Schmerzen in Ruhe
  • Kein Anhalt auf Verschlimmerung der Symptome
  • Nicht unmittelbar bedrohlich, aber abklärungs- und behandlungsbedürftig
Instabile Angina pectoris
  • Schmerzattacken dauern länger als bei stabiler Angina pectoris
  • Auftreten neu bei geringster Belastung oder bereits in Ruhe
  • Herzinfarkt-typische Symptome: Herzstolpern, Atemnot, Todesangst, Übelkeit und „kalter Schweiss“
  • Grosses Herzinfarktrisiko

Ursache und Behandlung

Ursache

Unterversorgung der Herzmuskulatur mit Sauerstoff durch Verengung und verminderten Blutfluss in den Herzkranzgefässen (Koronararerien).

  • Zu 95 % Koronarsklerose (Blutfluss eingeschränkt durch Verkalkung der Herzkranzgefässe)
  • Seltener: Krämpfe der Koronararterien, Herz- oder Herzklappenfehler
Unmittelbare Auslöser eines Angina pectoris-Anfalls
  • Körperliche Anstrengung
  • Aufregung, Ärger, Angst
  • Kälte (Schwimmen in kaltem Wasser)
  • Geblähter Magen
Risikofaktoren (für Herzkreislauf-Krankheiten)

Weiterer Verlauf in der Arztpraxis / im Spital

Mögliche Untersuchungen
  • EKG (Elektrokardiogramm)
  • Blutuntersuchung (v.a. Herzenzyme)
  • Röntgenkontrastuntersuchung (Koronarangiographie mittels Herzkatheter)
Mögliche Therapien
  • Nitroglyzerinpräparate und anderen Medikamente
  • Ballonerweiterung der Gefässe, Gefässstütze (Stent)
  • Bypass-Operation

Was kann ich selbst tun?

  • Erstmaliger Anfall
    • Ruhe bewahren
    • Falls Schmerzen in Ruhe nicht schnell wieder verschwinden: Notruf wählen
    • In der Zwischenzeit: für frische Luft sorgen, aufgerichteten Oberkörper möglichst entspannt lagern
  • Bekannte Angina pectoris: Anstrengende körperliche Tätigkeit oder andere Auslöser vermeiden
  • Nitroglycerin einnehmen (bei akuten Beschwerden)
    • Sollte zur sofortigen Anwendung jederzeit verfügbar sein
    • Schmerzen sollten innerhalb fünf Minuten nachlassen
    • Dauern Schmerzen länger als 10 Minuten: Notruf wählen

Beseitigen oder Reduzieren von Risikofaktoren

  • Fettarme, vitamin- und ballaststoffreiche Ernährung
  • Genügend Bewegung
  • Normalgewicht (halten resp. anstreben)
  • Verzicht auf das Rauchen
  • Regelmässige Entspannungspausen
  • Gewissenhafte Einnahme der Medikamente (z.B. bei Diabetes und Bluthochdruck)

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Wann zum Arzt?

  • Erstereignis der Brustenge und -schmerzen
  • Verschlimmerung der Beschwerden
  • Fehlendes Abklingen der Beschwerden innerhalb von 10 min nach Einnahme der Medikamente
  • Herzinfarkt-typische Symptome

Weitere Informationen

Schweizerische Herzstiftung
www.swissheart.ch

Synonyme

Angina pectoris, Herzenge

Haftungsausschluss

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