Warum Melatonin beim Einschlafen hilft und Schlaf schlank macht

Melatonin & Co: Wie Schlafhormone auf uns wirken Melatonin & Co: Wie Schlafhormone auf uns wirken

„Schlank im Schlaf“ – klingt irgendwie verlockend. Doch wie ist diese Aussage zu verstehen? Fakt ist: Während wir schlafen sind einige Hormone besonders aktiv – und diese beeinflussen auch unser Körpergewicht.

Schlafmangel kann Übergewicht verschulden

Schlafmenge und -qualität beeinflussen unser Körpergewicht, was mehrere Studien zeigen. Menschen, die mehr schlafen, entwickeln weniger Übergewicht. Umgekehrt heisst das nicht zwingend, dass Personen mit wenig Schlaf übergewichtig werden. Dennoch: genügend Schlaf wirkt sich positiv auf das Körpergewicht aus.

Das scheint durchaus logisch: Denn Menschen, die weniger schlafen, sind länger wach und haben mehr Möglichkeiten zu essen. Ausserdem sind sie vielleicht eher müde und sie setzen das geplante Training aus. Diese Gründe alleine reichen aber nicht, denn hinter der Gewichtsregulation steht ein Hormonhaushalt – der beeinflusst, ob wir Hunger haben, satt sind oder Appetit auf Süsses haben. Und diese schauen wir uns genauer an.

Schlafhormone regulieren Appetit

Schlaf verändert unser Appetitempfinden. Denn bei wenig Schlaf schüttet der Körper das Hormon Ghrelin aus. Dieses regt den Appetit an und steuert so Hunger- und Sättigungsgefühl. Gleichzeitig wird weniger vom Hormon Leptin ausgeschüttet. Dieses Hormon sagt unserem Gehirn, wann wir satt sind. Kurz gesagt – Personen mit wenig Schlaf haben tendenziell mehr Appetit und ein eingeschränkteres Sättigungsgefühl.

Doch damit noch nicht genug in Sachen Hormonen. Denn hinzu kommt das Stresshormon Cortisol. Es ermöglicht dem Körper, schnell Energie bereit zu stellen und lebenswichtige Funktionen zu aktivieren. Im Schlaf schüttet der Körper normalerweise erst gegen Morgen Cortisol aus. Bleibt – aufgrund von Stress und Schlafstörungen – die Konzentration hoch, passiert das Gegenteil: Der Körper legt Fettreserven an.

Melatonin: Damit wir gut schlafen

Melatonin ist ein weiteres Hormon, das unseren Schlaf beeinflusst. Es wird vor allem dann von der Zirbeldrüse ausgeschüttet, wenn es dunkel wird. Letztlich macht es müde und sorgt so für guten Schlaf. Auch wenn es keine direkte Verbindung zu Hunger oder Sättigung gibt, beeinflusst Melatonin unseren Schlaf – und wie wir gesehen haben, hat dieser sehr wohl einen Einfluss auf unser Körpergewicht.

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«Schlank im Schlaf» greift etwas zu kurz

Auch wenn die Losung «schlank im Schlaf» zu kurz greift, gibt es Verbindung zwischen Schlaf und Körpergewicht – und die Hormone nehmen dabei eine wesentliche Rolle ein. Und für die Produktion dieser Hormone in unserem Körper ist neben der Schlafdauer auch die Schlafqualität entscheidend. Diese hängt insbesondere von dem eigenen Empfinden ab – sich erholt zu fühlen, ist das Entscheidende. Aber Achtung: Studien zeigen aber, dass weniger als sechs Stunden erholsamer Schlaf Übergewicht und damit verbundene Folgekrankheiten wie Diabetes Mellitus und Bluthochdruck fördert.

In weiteren Artikeln erfahren Sie mehr zu Folgen von dauerndem Schlafmangel und wie Sie zu ungestörter Nachtruhe finden.

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