Transplantation, Organtransplantation, Organersatz

Bei einer Transplantation werden Zellen, Gewebe oder ein Organ auf denselben oder einen anderen Menschen übertragen.

Überblick

Bei einer Transplantation werden Zellen, Gewebe oder ein Organ auf denselben oder einen anderen Menschen übertragen. Sie sollen dort ihre ursprüngliche Funktion weiterführen um die Lebensqualität des Empfängers zu verbessern oder ihn am Leben erhalten.

Grundlegende Problemstellungen der Organtransplantation

  • Erhalten der Funktion des transplantierten Organs
  • Verhindern der Abstossung
  • Bekämpfen von Infektionen
  • Ethik der Organspende und -transplantation
    • Warteliste, Priorisierung
    • Organmangel
Allgemeiner Gesetzlicher Rahmen: Transplantationsgesetz vom 1. Juli 2007

Varianten der Organspende

  • Autotransplantation: Spender und Empfänger sind identisch
    • Haut (am häufigsten)
    • Haar
    • Knochen, Knorpel (bei Defekten)
    • Blutgefässe
    • Sehnen (Hand- und Fusschirurgie)
    • Nerven
    • Eigenblutspende
  • Allotransplantation: Spender und Empfänger sind verschiedene Personen
    • Niere
    • Leber
    • Herz, Herzklappen
    • Knochenmark/Stammzellen
    • Lunge
    • Bauchspeicheldrüse, Inselzellen
    • Dünndarm
    • Augenhornhaut
  • Xenotransplantation: Transplantiertes Material stammt von einer anderen Spezies

Ausführungen zur Allotransplantation

  • Totspende
    • Häufigste Form der Allotransplantation
    • Zustimmung zu Lebzeiten oder durch direkte Angehörige obligatorisch
    • Nach Hirntod oder Herzkreislaufstillstand
    • Todesfeststellung nach genauen Richtlinien von 2 unabhängigen Fachärzten
  • Lebendspender
    • Z.B. eine Niere oder Teil der Leber
  • Akzeptable biologische Verträglichkeit (Gewebekompatibilität) muss sichergestellt sein
    • Gewebetypisierung vor der Operation
  • Risiko: Abstossungsreaktion nach erfolgter Transplantation
    • Abwehrreaktion gegen das neue Organ
    • Immunsystem erkennt Organ als körperfremd
    • Abstossung und Zerstörung des Organs
    • Konsequenz: Medikamentöse Unterdrückung des Immunsystems notwendig
  • Folgen der sog. Immunsuppression
  • Ausschlusskriterien für eine Transplantation
    • Gewebsunverträglichkeit
    • Sehr hohes Alter
    • Fortgeschrittenes Krebsleiden
    • Organversagen bei gleichzeitig bestehender schwerer Lungen- oder Herzkrankheit
    • Demenz
    • Schwere Infektionen (z.B aktive Tuberkulose oder Hepatitis B)

Ursache und Behandlung

Ursache

  • Ziel einer Organtransplantation
    • Verbesserung der Lebensqualität
    • Verlängerung des Lebens
  • Indikation einer Organtransplantation
    • Angeborene oder erworbene Erkrankung im Endstadium
    • Sonstige Behandlungsmöglichkeiten ohne Erfolg, resp. nicht erfolgsversprechend
    • Deutliche Einschränkung der Lebensqualität
  • Krankheitsbilder (Auswahl)

Untersuchung

  • Diverse an Organ und Krankheitsbild angepasste Untersuchungen notwendig
  • Spezifische Abklärungen und Vorbereitungsmassnahmen
    • Sicherstellung der biologischen Verträglichkeit (passt das Organ?)

Therapie

  • Organtransplantation
  • Immunsuppression (Unterdrückung des Immunsystems)
  • Sorgfältige Rehabilitation
  • Regelmässige Verlaufskontrolle

Was kann ich selbst tun?

  • Für sich selbst eine Entscheidung fällen
    • Einstellung zur Organspende
    • Einstellung zum Organempfang
  • Entscheid festhalten (JA, NEIN, je nach Organ)
    • Nationales Organspenderegister
    • Organspendekarte (auf Smartphone oder im Portemonnaie)
    • Patientenverfügung
    • Angehörige/Vertrauensperson informieren
  • Vorteile
    • Entlastung der Angehörigen
    • Entlastung des medizinischen Personals
    • Entscheid kann jederzeit geändert werden

Wann zum Arzt?

  • Regelmässige Verlaufskontrolle
  • Unwohlsein und Probleme

Weitere Informationen

Bundesamt für Gesundheit (BAG)
www.leben-ist-teilen.ch
www.bag.admin.ch

Swisstransplant
www.swisstransplant.org

Synonyme

Transplantation, Organtransplantation, Organersatz

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